Ärztliche Weiterbildungen

Allgemeinmedizin

Die innere Struktur des Krankenhauses mit den beschriebenen Fachabteilungen, den angegliederten Praxen, und der konsiliarärztlichen Patientenversorgung eignet sich besonders als Ausbildungschance zum Facharzt für Allgemeinmedizin.

Die Weiterbildungsermächtigung in der Inneren Medizin umfasst sowohl zeitlich als auch strukturell alle erforderlichen Voraussetzungen. Die fakultativen Weiterbildungsinhalte (über 6 Monate) können unproblematisch durch hausinterne Rotation in der Chirurgie oder Anästhesie vermittelt werden. Die Ausbildung in der belegärztlichen, gynäkologischen Abteilung ist vorgesehen, die Ermächtigung dazu wird beantragt.

Verbundweiterbildung

Durch Zusammenarbeit im Sana-Verbund können auch Weiterbildungsstellen in spezielleren Fachabteilungen größerer Krankenhäuser (Regionalversorger) unproblematisch vermittelt werden (z.B. pädiatrische Weiterbildung am Sana-Klinikum Hof).

Durch Kooperation mit niedergelassenen Allgemeinärzten kann die komplette Weiterbildung im Verbund absolviert werden.

Weitere Informationen

Für welche Kolleginnen und Kollegen eignet sich unsere Klinik besonders?

Unsere Abteilung ist primäre Anlaufstelle für Patienten mit einem breit gefächerten Krankheitsspektrum aus dem gesamten Gebiet der Inneren Medizin inklusive Neurologie. Die geographische Lage sowie angegliederte kardiologische und gastroenterologische Ambulanzen bedingen eine hohe Fallzahl.

Die Klinik ist daher hervorragend geeignet

  • für junge Ärztinnen und Ärzte, die das Fachgebiet Allgemeinmedizin/hausärztliche Versorgung anstreben.
  • für junge Ärztinnen und Ärzte, die den Arzt für Innere Medizin nach WB 2004 anstreben.
  • für alle Berufsanfänger/innen, die sich vor einer späteren Spezialisierung ein fundiertes Grundwissen auf dem gesamten Gebiet der Inneren Medizin erwerben wollen, insbesondere wenn die Fachrichtung Kardiologie und Gastroenterologie angestrebt wird.
Das Team

Mit einem Stellenplan von 1 / 3 / 5,5 (derzeit besetzt 100%) haben wir einen im Verhältnis hohen Facharztanteil. Hierdurch ist von Anfang an für alle ärztlichen Mitarbeiter ein intensives Coaching in kollegialer Atmosphäre möglich. Niemand ist auf sich allein gestellt.

Dies bedingt ein gutes Arbeitsklima mit Teamgeist und eine geringe Fluktuation. Alle bisherigen Assistenzärztinnen und -ärzte haben ihre Weiterbildungszeit nach der vorhandenen Weiterbildungsbefugnis voll ausgenutzt – viele darüber hinaus.

Die Hauptschwerpunkte der Klinik werden durch Fachärzte mit Teilgebietsbezeichnung vertreten.

Chefarzt

Peter Ganß
Dr. Peter Ganß

Internist, Kardiologe

Weiterbildungsbefugnisse
  • Innere Medizin
    (WO 93) für 4 Jahre
  • Basisweiterbildung Allgemeinmedizin – Innere Medizin hausärztliche Versorgung
    (WO 04) 3 Jahre
  • Arzt für Innere Medizin
    (WO 04) 4 Jahre
  • Kardiologie
    (WO 04) 1 Jahr nach der Basisweiterbildung
  • Gastroenterologie
    (WO04/WO93) 1 Jahr nach der Basisweiterbildung
Leistungsspektrum der Inneren Medizin

Als Haus der Basisversorgung werden Patienten aller Teilgebiete der Inneren Medizin versorgt. Die moderne apparative Ausstattung ermöglicht einen hohen medizinischen Standard.

Auf dem Gebiet der Kardiologie kommen alle modernen Verfahren (Echokardiographie, transösophageale Echokardiographie, Stressechokardiographie, Zweikammerschrittmacher, ICD – Implantation) zum Einsatz. Herzkatheteruntersuchungen werden in enger Kooperation mit der Medizinischen Klinik 2 (Kardiologie) des Klinikums Bayreuth als Verbringungsleistungen durchgeführt, ebenso elektrophysiologische Leistungen.

Die interdisziplinäre Intensivstation steht unter internistischer Leitung (OA Dr. Wiemer). Es stehen vier Beatmungsgeräte zur Verfügung. Es kommen moderne nichtinvasive und invasive Beatmungstechniken, passagere Schrittmachertherapien und moderne hämodynamische Kreislaufüberwachungssysteme (PICCO-System)  zur Anwendung.

Auf gastroenterologischem Gebiet und dem Gebiet der Allgemeinen Inneren Medizin stehen moderne Ultraschallverfahren einschließlich Kontrastmittelsonographie zur Verfügung. Neben Bronchsoskopien, Duodenoskopien einschießlich Bougierungsbehandlungen, Ballondilatationen, PEG-Anlagen, Ösophagusstentimplantationen werden Coloskopien einschließlich Polypektomien, Argonplasmakoagulation, endoskopische Mukosaresektion durchgeführt. Neu ausgestattet ist die Abteilung mit einer Endosonographie.

Für Gallenwegs- und Pankreaserkrankungen stehen interventionelle Techniken einschließlich ERCP, Papillotomie, Lithotripsie, Gallenwegs – und Pankreasstentimplantationen zur Verfügung. Moderne Therapieverfahren für chronisch entzündliche Darmerkrankungen und hepatologische Erkrankungen finden in Verbindung mit der Ambulanz auch stationär Anwendung, ebenso fachbezogene Tumortherapie wie adjuvante und palliative Chemotherapieverfahren in enger Zusammenarbeit mit dem Tumorboard des Klinikums Bayreuth, insbesondere der Klinik für Strahlentherapie.

In enger Kooperation mit dem unserer Klinik angeschlossenen Dialysezentrum werden Patienten mit akutem Nierenversagen an unserer Klinik dialysiert.

Fakten und Zahlen

Auswahl aus den Leistungsdaten 2008

  • Patientenaufkommen Innere Medizin 2008
    • Stationär: ca. 3000
    • Ambulant: ca. 3000
  • Herzschrittmacherimplantationen: 85
  • ICD-Implantationen: 10
  • Herzschrittmacherkontrollen: 600
  • Echokardiographien: 2400
  • TEE: 240 
  • Farbduplex Gefäße: 210
  • Duodenoskopien: 2200
  • Koloskopien: 1700 
  • Polypektomien: 570
  • ERCP: 180
  • Endoskopische Papillotomie: 95
  • Gallenwegstents: 25
  • Bronchoskopien: 75
  • Chemotherapien: 220
  • Knochenmarkspunktionen: 110
Strukturierte Weiterbildung in der Inneren Medizin

Ziel ist es, den Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit zu geben, sich die in der Weiterbildungsordnung vorgesehenen Weiterbildungsinhalte in sinnvoller Reihenfolge praxisrelevant und zeitnah anzueignen und von Anfang an auch praktische Fertigkeiten zu erwerben.

Daher wird von Beginn der Weiterbildung an bereits parallel zur ärztlichen Tätigkeit auf Station die Einbindung in die Funktionsdiagnostik angeboten. Dies erfolgt nach einem festgelegten Einarbeitungsplan unter Zuweisung eines persönlichen Tutors (Facharzt).

Während der ersten drei Monate werden durch den Einsatz in der zentralen Patientenaufnahme, im Stationsdienst und in einem dreiwöchigen Rotationsverfahren mit unserer chirurgischen und anästhesiologischen Abteilung Grundkenntnisse eingeübt, die zum interdisziplinären Bereitschaftsdienst befähigen.

Zum Bereitschaftsdienst wird nur herangezogen, wer sich durch entsprechende Vorbereitung hierfür sicher fühlt und sich gegebenenfalls in einem Kolloquium hierfür qualifiziert hat. Die ersten Bereitschaftsdienste werden gemeinsam mit erfahrenen Kolleginnen/Kollegen durchgeführt. Es steht jederzeit zeitnah und ortsnah ein Facharzt im Hintergrund zur Verfügung. An den Wochenenden sind Fachärzte zusätzlich vormittags und nachmittags in der Klinik.

Bereitschaftsdienstpläne werden von den Assistenzärztinnen/Assistenzärzten in eigener Regie nach ihren Bedürfnissen erstellt.

Bei Interesse können sich Assistenzärzte und -ärztinnen an der von der Klinik tagsüber gestellten Notarztbereitschaft unter Anleitung des Leitenden Notarztes beteiligen (Nebenverdienst).

Neben täglichen Fallbesprechungen und täglichen Röntgendemonstrationen finden wöchentliche Fortbildungen mit Kurzreferaten aktueller Fachzeitschriftenartikel statt.

Die Teilnahme an externen Fortbildungsveranstaltungen und Fortbildungskursen wird aktiv gefördert und finanziell unterstützt.

Die Inhalte und der Fortgang der Weiterbildung sind in unserem nach dem Muster-Logbuch für die Facharztweiterbildung erstellten gegliederten Programm im Einzelnen dargelegt Weiterbildungsplan.